JESIDEN

Jesiden

 

Die meist Verfolgten

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Das Jesidentum ist eine synkretistische Religion, hat also Merkmale von anderen Religionen. Jesiden besiedeln vor allem den Irak und Syrien. Das religöse Zentrum der Jesiden befindet sich in Lalisch, ca. 60 km nördlich von Mossul. Es ist eine monotheistische Religion. Ihre Anhänger halten sich für „Verwandte“ von Juden und Christen. Ihre Religion entstand wohl im 12. Jh. n.Chr., jedoch möchten Jesiden ihren Ursprung aus noch früheren Zeiten ableiten. Jesidentum kennt keine Mission oder Bekehrung. Man muss als Jeside geboren sein.

Jesiden sind fröhliche, freundliche und aufgeschlossene Leute. Sehr oft haben sie dafür einen großen Preis bezahlt. In den letzten Jahren haben sie während der Kämpfe im irakischen Kurdistan Sunniten vor Schiiten verteidigt. Kurz danach hat sich ein Teil der von Jesiden geretteten Sunniten an Daesch (ISIS) angeschlossen und hat am Völkermord an Jesiden im Jahr 2014 teilgenommen. Jesiden selbst erwähnen ca. 75 Progrome in ihrer Geschichte. Sie sagen über sich selbst, dass sie stärker als „black box“ seien.

Jesiden wurden am meisten von Islamisten verfolgt, und dies schon vor der Entstehung von ISIS. Im Jahr 2007 haben islamistische Terroristen einen Anschlag in al-Kahtanijja durchgeführt. Damals kamen ca. 800 Personen ums Leben. (Nur der Anschlag vom 11. September in New York hatte mehr Opfer). Im August 2014 hat die ISIS eine Offensive im Sindschar-Gebiet (der Berg Sindschar ist ein heiliger Ort der Jesiden) begonnen. Schon am ersten Tag kamen ca. 2800 Menschen ums Leben, und 13.000 wurden als Sklaven verkauft. Viele andere sind geflohen, um ihr Leben zu retten.

Jesiden brauchen unbedingt Hilfe! Eine Familie (egal ob eine große oder kleine) soll im Flüchtingslager pro Monat fünf Kilo Reis, fünf Kilo Mehl und fünf Liter Öl bekommen. Leider passiert es oft, dass sie weniger oder sogar nichts erhalten. 3500 Menschen befanden sich zuletzt in der Sklaverei und es laufen Bemühungen um ihre Freilasung.

DSC_0630_małeKinder im Dahuk-Flüchtlingslager

DSC_0865_małe_zamazaneSie war ein Sklavin von Daesh (ISIS) mit seiner Familie.
Das Schicksal ihrer ältesten Tochter und ihres Mannes bleibt unbekannt

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